Risiken fĂŒr Unternehmen, die weiterhin Windows 10 nutzen

 

Warum dieses Thema jetzt besonders kritisch ist

Windows 10 befindet sich seit dem 14. Oktober 2025 im „End-of-Life“-Status. Das bedeutet: Microsoft veröffentlicht keine Sicherheits-, Funktions- oder technischen Updates mehr.
Das Betriebssystem funktioniert weiterhin, doch jede neu entdeckte Schwachstelle bleibt dauerhaft offen – ein massives Risiko fĂŒr Unternehmen.

Besonders gefĂ€hrlich wird dies fĂŒr Unternehmen und SelbststĂ€ndige, die mit personenbezogenen, vertraulichen oder schutzwĂŒrdigen Kundendaten arbeiten. Dazu gehören z. B.:

  • medizinische Berufe (Ärzte, Therapeuten, PflegekrĂ€fte)

  • RechtsanwĂ€lte, Steuerberater, Notare

  • Coaches, Beratungsstellen, Finanzdienstleister

  • alle Unternehmen, die sensible Kunden-, Personal- oder Finanzdaten verarbeiten

Was bedeutet das konkret fĂŒr Datenschutz und Schweigepflicht?

Offene SicherheitslĂŒcken ermöglichen es Hackern, ĂŒber bekannte Exploits:

  • Patienten-, Mandanten- oder Kundendaten auszulesen,

  • E-Mails und digitale Akten abzufangen,

  • Kanzlei-, Praxis- oder Branchensoftware zu kompromittieren,

  • vertrauliche GesprĂ€chs- und Beratungsnotizen zu kopieren,

  • identifizierende Informationen wie Adressen, Diagnosen oder Finanzdaten zu stehlen.

FĂŒr Berufsgruppen mit gesetzlicher Schweigepflicht (z. B. Ă€rztliche Schweigepflicht, anwaltliche Verschwiegenheitspflicht, psychotherapeutische Schweigepflicht) kann dies schwerwiegende Folgen haben:

  • DSGVO-VerstĂ¶ĂŸe und hohe Bußgelder

  • Verlust von Patienten- oder Mandantenvertrauen

  • Schadensersatzforderungen

  • berufsrechtliche Konsequenzen

Damit wird klar: Der Weiterbetrieb von Windows 10 ist nicht nur ein technisches Risiko, sondern auch ein rechtliches und ethisches – besonders fĂŒr sensible Berufsgruppen.

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1. Massiv erhöhte Sicherheitsrisiken

Nach dem Supportende erhalten Windows-10-GerĂ€te keinerlei Sicherheitsupdates mehr. Dadurch steigt das Risiko fĂŒr Cyberangriffe drastisch:

  • Keine Schließung neuer Schwachstellen

  • hohes Risiko fĂŒr Ransomware, Trojaner und Remote-Zugriffe

  • steigende Gefahr von Datenverlust und Betriebsunterbrechungen

Je lĂ€nger Windows 10 genutzt wird, desto mehr bekannte SicherheitslĂŒcken sammeln sich an — und Angreifer nutzen diese gezielt aus.

2. Compliance- und Rechtsrisiken

FĂŒr Unternehmen, die gesetzlichen Vorgaben unterliegen, wird der Weiterbetrieb besonders heikel:

  • Verstoß gegen DSGVO (Art. 32: Sicherheit der Verarbeitung)

  • nicht mehr erfĂŒllbar: ISO/IEC 27001, PCI-DSS, branchenspezifische Sicherheitsanforderungen

  • mögliche Bußgelder und Haftungsrisiken

  • Verlust von Zertifizierungen oder Audit-KonformitĂ€t

Unternehmen, die vertrauliche Kundendaten verarbeiten, mĂŒssen „Stand der Technik“ gewĂ€hrleisten — ein veraltetes, ungepatchtes System ist das Gegenteil davon.

3. Technische EinschrÀnkungen & KompatibilitÀtsprobleme

Mit der Zeit funktioniert moderne Software auf Windows 10 nur noch eingeschrÀnkt oder gar nicht mehr:

  • Hersteller testen neue Versionen nicht mehr fĂŒr Windows 10

  • bestimmte Programme können nicht mehr installiert oder aktualisiert werden

  • PeripheriegerĂ€te und neue Hardware funktionieren evtl. nicht mehr zuverlĂ€ssig

  • höhere StöranfĂ€lligkeit und ProduktivitĂ€tseinbußen

Besonders betroffen sind Praxis- und Kanzleisysteme, Fachanwendungen, Cloud-Dienste sowie moderne Sicherheits-Tools.

4. Kein technischer Support

Nach dem Supportende gibt es:

  • keinen Microsoft-Support

  • eingeschrĂ€nkten oder wegfallenden Support durch Softwareanbieter

  • zunehmenden Aufwand fĂŒr das IT-Team oder Dienstleister

  • höhere Kosten fĂŒr Incident-Response, Risikoabsicherung und Notfallmaßnahmen

5. Übergangslösung: ESU (Extended Security Updates) – aber mit Grenzen

Microsoft bietet kostenpflichtige Extended Security Updates fĂŒr eine Übergangszeit an.

Allerdings:

  • ESU liefert nur Sicherheits-Patches, keine Funktionsupdates

  • ESU ist zeitlich befristet

  • ESU kann teuer werden, wenn viele GerĂ€te betroffen sind

  • ESU ist keine langfristige Strategie, sondern maximal ein Notnagel

FĂŒr sensible Branchen oder gesetzlich verpflichtete Berufsgruppen ist ESU nur eine kurzfristige Entlastung.

Warum Windows 11 die bessere Option ist

Windows 11 bietet:

  • moderne Sicherheitsarchitektur (TPM 2.0, Secure Boot, VBS, HVCI)

  • lĂ€ngeren Produktlebenszyklus und regelmĂ€ĂŸige Sicherheitsupdates

  • bessere Performance und StabilitĂ€t

  • bessere Integration in Cloud- und Zero-Trust-Sicherheitskonzepte

  • UnterstĂŒtzung durch Software- und Hardwarehersteller

Damit ist Windows 11 die einzige dauerhaft sichere, konforme und wirtschaftlich sinnvolle Plattform.

 

Fazit: Risiken auf einen Blick

Risiko Folgen
🔓 SicherheitslĂŒcken Datenlecks, Malware, Ransomware
🔐 Datenschutz DSGVO-VerstĂ¶ĂŸe, Haftung, Vertrauensverlust
đŸ§Ÿ Compliance Zerstörte Audit-FĂ€higkeit, Bußgelder
⚙ Technik AusfĂ€lle, InkompatibilitĂ€ten, Softwareprobleme
💬 Support Kein Microsoft-Support, steigende Kosten
⏳ Übergangsoptionen ESU ist zeitlich begrenzt und teuer

Kurz gesagt:
Der Verbleib auf Windows 10 nach dem Supportende ist ein erhebliches Sicherheits-, Datenschutz- und GeschĂ€ftsrisiko — besonders fĂŒr Unternehmen, die mit sensiblen oder vertraulichen Kundendaten arbeiten.

 

Empfohlene nÀchste Schritte

  1. Migrationsplan erstellen
    GerÀte inventarisieren, AblÀufe planen, Budget sichern.

  2. Sicherheits- und Datenschutzrisiken bewerten
    Besonders wichtig fĂŒr Branchen mit Schweigepflicht.

  3. Kurzfristig ESU in Betracht ziehen
    Nur als Übergangslösung.

  4. Testphase starten
    Pilotgruppen auf Windows 11 migrieren.

  5. Schulungen durchfĂŒhren
    Mitarbeitende auf neue Sicherheits- und ProduktivitÀtsfunktionen vorbereiten.

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